Diu Island: der Ort zu dem Inder aus dem Prohibitions-Staat Gujarat reisen, um Alkohol zu trinken. Bisher hat es den Anschein, dass sie das eher auf eine sehr gechillte Art und Weise tun, anstatt hemmungslos. Lieber am Strand, in kleinen Holzbretter-Bars mit Blick auf das Meer. Selbst die Bevoelkerung, dieser ehemals portugisieschen Enklave, scheint es zu geniessen bei jeder Tageszeit die Beine hochzulegen und kein Stress aufkommen zu lassen. Wir haben uns entschieden es ihnen gleich zu tun. Denn die vorherigen Tage waren wirklich super schoen, aber auch super anstrengend. Haben gestern in einer umgebauten portugiesischen Kirche geschlafen, aber die Dachlaube war viel zu heiss. Der Besitzer scheint beruehmt fuer sein Barbecue zu sein, im Gespraech mit ihm hat er uns angeboten heute abend frischen Fisch zu machen und auf einem Seiten-Dach der Kirche zu essen, von dem man einen unvergleichlichen Blick ueber die Insel hat. Freue mich schon auf ein kuehles Bier!
Vor drei Tagen waren wir wie angekuendigt in Champaner. Oben auf dem Vulkan-Gipfel erwartete uns ein Ausblick auf die umliegende Landschaft und ein buddhistisches Kloster, sowie viele Staende, die versuchen aus den Reisenden und Pilgern Profit zu schlagen. Generell erscheinen mir die Inder sehr geschaeftstuechtig. Es gibt nichts, was es nicht gibt, in den kleinen Verkaufslaeden, die meist Strassenweise nebeneinander in Garagen untergebracht sind.
Vorgestern war ein reiner Reisetag, von Vadodara ging es nach Bhavnagar. Gestern sind wir um 7.30 aufgestanden, sind anderthalb Stunden samt Gepaeck mit dem Bus nach Palitana gefahren, um dort einen der vier heiligen Berge der Jain-Religion zu besteigen. Bei ca. 35 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit 3200 Stufen zum Gipfel des Berges zu ueberwinden (in etwa 2,5 Stunden) war es wert oben angekommen nur 25 Minuten Zeit zu haben eine kleine Auswahl der 680 wunderschoenen Tempel zu sehen. Dann 2 Std. Abstieg, mit der Rikscha zum Bahnhof und 5 Stunden „Hoellentour“ (Zitat Reisefuehrer) mit dem Bus nach Diu Island. Ich glaube so eine Strasse findet man in Deutschland nicht… Die Schlagloecher in Kombination mit einem alten Bus der „Indien-Klasse“ erzeugen zum einen Kopfschmerzen, aber zum anderen auch das positive Gefuehl mitten in Indien zu sein.
Auf unserer Reise habe ich die Vorteile von Indian-Cigarettes kennenlernen duerfen: die nur aus einem Blatt zusammengerollten Zigaretten sind zum einen ohne Zusatzstoffe und zum anderen hat man die Aufmerksamkeit von Allen umgebenden Indern sicher. In einem kleinen Busbahnhof in Thalaja haben uns 50 Inder umringt, die Schueler unter ihnen wollten sogar Autogramme und haben gefragt ob wir nicht mit in die Schule kommen wollen. Generell sind die Inder in den laendlicheren Gebieten immer sehr interessiert und neugierig. Aber vor Allem hilfsbereit! Man muss nur fragend aussehen, schon kommen mind. 3 Inder die Englisch sprechen und helfen einem auf eine sehr nette Art und Weise. Falls die Englisch-sprechenden weg muessen, werden die anderen auf Hindi instruiert uns weiterzuhelfen, bis man im richtigen Bus sitzt oder das richtige Hotel gefunden hat.
Alles in Allem ist Indien umwerfend, aufregend, dreckig, laut und heiss. Und so vieles mehr! Haben auf unseren Reisen schon viele willebende Tiere gesehen, die man nur aus Zoos kennt. Flamingos, gruene Papageien, Wasserbueffel (immer in Seen chillend), verschiedenste Schmetterlinge, Gekkos,…
Werden jetzt mit der Rikscha zum Sunset-Point fahren und das Meer geniessen.
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